Vandalismus am Seilspann-Sonnensegel

In der Kreisstadt Bergheim in Nordrhein-Westfalen fielen aktuell ausgerechnet jene Jugendliche Vandalismus zum Opfer, die jahrelang als Störenfriede der Stadt gehandelt wurden. Die Gruppe der Heranwachsenden, die sich seit vielen Jahren am Aachener Tor der Stadt einfand, um dort gemeinsame Abende zu verbringen, musste nun mit ansehen, wie ein für sie geschaffener Platz von Unbekannten teilweise zerstört wurde.

Da die Anwohner nahe des Aachener Tores sich in früheren Jahren durch die Jugendlichen gestört fühlte, wurde im Jahr 2009 in der Zusammenarbeit mit einem RWE-Projekt ein neuer Platz für die Gruppe geschaffen, der sich nur wenige hundert Meter vom ursprünglichen Treffpunkt befindet. Als besonderer Schutz vor Wind und Wetter wurde der zusätzlich mit einem über 70 Quadratmeter messenden Seilspann-Sonnensegel ausgestattet – ein seitdem friedlicher Treffpunkt, der im Jahr 2010 sogar durch offizielle Förderprogramme finanzielle Zuwendungen erhält, mit denen zusätzliche Einrichtungen wie Sitzgruppen erworben werden können.

Ausgerechnet dieses Projekt, das sich seither als friedlich und durchweg positiv für die Jugend Bergheims erwiesen hat, wurde nun durch Vandalismus von Unbekannten in Teilen zerstört – auch das Seilspann-Sonnensegel musste ein wenig leiden, doch es befindet sich noch an Ort und Stelle. Die Mitglieder der sich selbst „Fliegender Bau“ nennenden Gruppe sind schockiert über das Ausmaß der Taten, und auch die Stadt selbst zeigte sich verärgert über diesen Vorfall. Nichtsdestotrotz – oder gerade jetzt – soll das Positive an dem Standort weiter hervorgekehrt werden.

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